Wenn die Wur­zeln tief sind, braucht man den Wind nicht zu fürch­ten.

Chi­ne­si­sche Weis­heit
massagepraxis-jrene-blatt-4

Aro­ma­the­ra­pie

Aro­ma­the­ra­pie ist eine Teil­rich­tung der Phy­to­the­ra­pie. Sie besteht wie­der aus den Teil­ge­bie­ten Äthe­ri­sche Öle, Hydro­la­te und Fet­te Öle 

In der Aro­ma­the­ra­pie gibt es zahl­rei­che ver­schie­de­ne Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten. Hier eini­ge Bei­spie­le wie du sie anwen­den kannst. 

  • Mund­pfle­ge (Zahn­pas­te, Ölzie­hen, Mund­was­ser)
  • Fie­ber / Grip­pe / Ent­zün­dun­gen (anti­bak­te­ri­el­le, anti­vi­ra­le und anti­my­ko­ti­sche Wir­kun­gen)
  • Schmer­zen
  • Schlaf­stö­run­gen 
  • Lern­schwie­rig­kei­ten / Kon­zen­tra­ti­on 
  • Ängs­te 
  • Stress­ab­bau / Ent­span­nung
  • Natur­kos­me­tik (Sham­poo, Dusch, Deo, Haar­öl, Cre­men, Haut­öl)
  • All­er­gien
  • Hor­mo­nel­le Dys­ba­lan­cen

Ich benut­ze die äthe­ri­schen Öle ger­ne im täg­li­chen Gebrauch in: Cre­men, Deo, Dusch­mit­tel, Sham­poo, Dif­fu­ser, Geträn­ken, Essen usw.… 

massagepraxis-jrene-blatt-4

Work­shops / Kur­se

Work­shops zur Her­stel­lung von Aro­ma­pfle­ge­pro­duk­ten

Wenn du wis­sen möch­test wie ich die äthe­ri­schen Öle ein­set­ze und Aro­ma­pfle­ge­pro­duk­te her­stel­le, dann mel­de dich. Ich unter­stüt­ze dich ger­ne dabei, damit du die­se auch selbst her­stel­len kannst.

Ich erklä­re und zei­ge dir, wie du ein­fach und unkom­pli­ziert mit weni­gen natür­li­chen Pro­duk­ten selbst dei­ne Natur­kos­me­tik her­stel­len kannst. 

Du kannst tes­ten, rie­chen, aus­pro­bie­ren und dir dei­ne eige­ne Natur­kos­me­tik mischen.

Ursprün­ge der Aro­ma­the­ra­pie

Düf­te sind seit Men­schen­ge­den­ken attrak­tiv und begeh­rens­wert – in Par­füms, zur Pfle­ge und als Heil­mit­tel. Seit Jahr­tau­sen­den ver­su­chen die Men­schen, die­se nicht fass­ba­ren und nicht sicht­ba­ren Stof­fe ein­zu­fan­gen und fest­zu­hal­ten.

Der Beginn der moder­nen Aro­ma­the­ra­pie hat ihren Ursprung in Frank­reich.

René-Mau­rice Gat­te­fos­sé (1881–1959). Durch eine Explo­si­on in sei­nem Labor erlitt er im Jahr 1910 schwe­re Ver­bren­nun­gen. Auf die betrof­fe­nen Haut­stel­len trug er äthe­ri­sches Laven­del­öl auf und stell­te fest, dass die Wun­de sehr schnell und nahe­zu ohne Nar­ben­bil­dung heil­ten. Dadurch inspi­riert wid­me­te er sich ver­stärkt der Erfor­schung der äthe­ri­schen Öle.

Jahr 1918 pro­du­zier­te Gat­te­fos­sé eine anti­sep­ti­sche Sei­fe auf der Basis äthe­ri­scher Öle. Zudem behan­del­te er schon im Ers­ten Welt­krieg Ver­wun­de­te mit äthe­ri­schen Ölen und konn­te damit unter ande­rem Wund­brand ver­hin­dern, Fie­ber sen­ken und Schmer­zen lin­dern. 1937 wur­de die anti­bio­ti­sche Wir­kung von Laven­del­öl Ver­öf­fent­licht. Die­se prägt den Begriff Aro­ma­the­ra­pie.

Was sind äthe­ri­sche Öle?

Äthe­ri­sche Öle sind Gemi­sche bio­che­mi­scher Ver­bin­dun­gen, sie set­zen sich aus einer Viel­zahl orga­ni­scher Ver­bin­dun­gen zusam­men (bis zu 500), die von Pflan­zen inner­halb ihres Stoff­wech­sels pro­du­ziert wer­den und in unter­schied­li­chen Pflan­zen­tei­len gespei­chert wer­den: Ölzel­len, Sekret­be­häl­ter oder Drüsenhaare/ Schup­pen.

Man gewinnt sie aus Blü­ten, Knos­pen, Früch­ten, Samen, Blät­ter, Nadeln, Zwei­ge, Kraut, Gras, Wur­zeln, Holz, Rin­den und Har­ze.

Man­che Pflan­zen, etwa der Bit­ter­oran­gen­baum, lie­fern sogar meh­re­re Öle:

  • Frucht­scha­le = Oran­gen­öl bit­ter
  • Blät­ter u. Zwei­ge = Petit­grain
  • Blü­ten = Ner­o­li

Die Gewin­nung natur­rei­ner äthe­ri­scher Öle aus ver­schie­de­nen Pflan­zen­tei­len wird durch ver­schie­de­ne Ver­fah­ren gewon­nen. Was­ser­dampf­de­stil­la­ti­on, Aus­pres­sung oder Extrak­ti­on mit Lösungs­mit­teln. Sie sind emp­find­lich gegen­über Licht und Sau­er­stoff. 

Ach­te beim Kauf dei­nes äthe­ri­schen Öls auf die Bezeich­nung «100% natur­rei­nes äthe­ri­sches Öl». Damit hast du ein Öl, das nicht nur nett duf­tet, son­dern auch tat­säch­lich die erwünsch­te Wir­kung hat.

Nach Ana­mne­se und Aus­wahl der pas­sen­den äthe­ri­schen Öle und Trä­ger­sub­stan­zen gilt es nun, die geeig­ne­te Anwen­dungs­form zu wäh­len. Dabei soll­te man auch an die Bezie­hung zwi­schen Kon­zen­tra­ti­on und Wir­kung den­ken. 

Was sind Hydro­la­te?

Ein Hydro­lat ist das Pro­dukt einer Was­ser- oder Was­ser­dampf­de­stil­la­ti­on von Duft- oder Heil­pflan­zen, bei der das Destil­la­ti­ons­was­ser nach Anrei­che­rung mit flüch­ti­gen und was­ser­lös­li­chen Mole­kü­len und anschlies­sen­der Kon­den­sa­ti­on von den äthe­ri­schen Ölen getrennt und auf­ge­fan­gen wird. 

Hydro­la­te rie­chen oft ganz anders als die ent­spre­chen­den äthe­ri­schen Öle, da nur klei­ne Men­gen des jewei­li­gen äthe­ri­schen Öles ent­hal­ten sind. Wäh­rend des Pro­zes­ses der Destil­la­ti­on wer­den bestimm­te Ester «auf­ge­knackt» (Hydro­ly­se). Ester – das sind (meist) blu­mig und fruch­tig- süss duf­ten­de Inhalt­stof­fe – bestehen aus zwei unter­schied­li­chen Mole­kül­an­tei­len: aus einem Teil Säu­re und einem Teil Alko­hol. Die frei gewor­de­ne Säu­re ist ein Grund, war­um der pH-Wert von Hydro­la­ten recht nied­rig sein kann also im sau­ren Bereich liegt. Gleich­zei­tig ent­fällt der fruch­tig-blu­mi­ge Duft oder ist zumin­dest redu­ziert, somit rie­chen Hydro­la­te von ester­hal­ti­gen Pflan­zen wie Laven­del, römi­sche Kamil­le und Ylang Ylang oft ent­täu­schend «unblu­mig»

Die sanf­te­re Aro­ma­the­ra­pie und Aro­ma­pfle­ge für ganz emp­find­li­che Men­schen.

Somit ergän­zen The­ra­pien mit Hydro­la­ten sowohl Aro­ma­the­ra­pie als auch Aro­ma­pfle­ge her­vor­ra­gend, denn äthe­ri­sche Öle ent­hal­ten die fett­lös­li­chen Kom­po­nen­ten der Duft- und Heil­pflan­zen. 

Hydro­la­te, fet­te Pflan­zen­öle und äthe­ri­sche Öle wer­den in Zukunft den Drei­klang der neu­en Aro­ma­the­ra­pie und Aro­ma­pfle­ge bil­den. 

Was sind fet­te Pflan­zen­öle?

Was unse­re Vor­fah­ren seit Jahr­tau­sen­den aus Erfah­rung wuss­ten, bestä­tigt heu­te die For­schung: Öle aus Früch­ten, Nüs­se und Samen sind Mul­ti­ta­len­te – für die Ernäh­rung unent­behr­lich, als Heil­mit­tel wert­voll, in der Kos­me­tik beliebt. Denn sie sind nicht nur nahr­haft, son­dern unter­stüt­zen Kör­per und Haut in wich­ti­gen Funk­tio­nen.

Öle und Fet­te sind Stoff­wech­sel­pro­duk­te der Pflan­ze. Fast alle Pflan­zen pro­du­zie­ren Öle, aller­dings in sehr unter­schied­li­chen Kon­zen­tra­tio­nen. Beson­ders viel Öl ent­hal­ten Nüs­se, Samen und Keim­lin­ge.

Die Öle sind „Ener­gie­spei­cher“ für die Pflan­ze und des­sen Nach­kom­men. Sie ermög­li­chen dem Keim­ling einen guten Start ins neue Leben.

Was für die Pflan­ze gut ist, hilft dem Men­schen eben­falls.