Aromatherapie
Aromatherapie ist eine Teilrichtung der Phytotherapie. Sie besteht wieder aus den Teilgebieten Ätherische Öle, Hydrolate und Fette Öle
In der Aromatherapie gibt es zahlreiche verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Hier einige Beispiele wie du sie anwenden kannst.
- Mundpflege (Zahnpaste, Ölziehen, Mundwasser)
- Fieber / Grippe / Entzündungen (antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkungen)
- Schmerzen
- Schlafstörungen
- Lernschwierigkeiten / Konzentration
- Ängste
- Stressabbau / Entspannung
- Naturkosmetik (Shampoo, Dusch, Deo, Haaröl, Cremen, Hautöl)
- Allergien
- Hormonelle Dysbalancen
Ich benutze die ätherischen Öle gerne im täglichen Gebrauch in: Cremen, Deo, Duschmittel, Shampoo, Diffuser, Getränken, Essen usw.…
Workshops / Kurse
Workshops zur Herstellung von Aromapflegeprodukten
Wenn du wissen möchtest wie ich die ätherischen Öle einsetze und Aromapflegeprodukte herstelle, dann melde dich. Ich unterstütze dich gerne dabei, damit du diese auch selbst herstellen kannst.
Ich erkläre und zeige dir, wie du einfach und unkompliziert mit wenigen natürlichen Produkten selbst deine Naturkosmetik herstellen kannst.
Du kannst testen, riechen, ausprobieren und dir deine eigene Naturkosmetik mischen.
Düfte sind seit Menschengedenken attraktiv und begehrenswert – in Parfüms, zur Pflege und als Heilmittel. Seit Jahrtausenden versuchen die Menschen, diese nicht fassbaren und nicht sichtbaren Stoffe einzufangen und festzuhalten.
Der Beginn der modernen Aromatherapie hat ihren Ursprung in Frankreich.
René-Maurice Gattefossé (1881–1959). Durch eine Explosion in seinem Labor erlitt er im Jahr 1910 schwere Verbrennungen. Auf die betroffenen Hautstellen trug er ätherisches Lavendelöl auf und stellte fest, dass die Wunde sehr schnell und nahezu ohne Narbenbildung heilten. Dadurch inspiriert widmete er sich verstärkt der Erforschung der ätherischen Öle.
Jahr 1918 produzierte Gattefossé eine antiseptische Seife auf der Basis ätherischer Öle. Zudem behandelte er schon im Ersten Weltkrieg Verwundete mit ätherischen Ölen und konnte damit unter anderem Wundbrand verhindern, Fieber senken und Schmerzen lindern. 1937 wurde die antibiotische Wirkung von Lavendelöl Veröffentlicht. Diese prägt den Begriff Aromatherapie.
Ätherische Öle sind Gemische biochemischer Verbindungen, sie setzen sich aus einer Vielzahl organischer Verbindungen zusammen (bis zu 500), die von Pflanzen innerhalb ihres Stoffwechsels produziert werden und in unterschiedlichen Pflanzenteilen gespeichert werden: Ölzellen, Sekretbehälter oder Drüsenhaare/ Schuppen.
Man gewinnt sie aus Blüten, Knospen, Früchten, Samen, Blätter, Nadeln, Zweige, Kraut, Gras, Wurzeln, Holz, Rinden und Harze.
Manche Pflanzen, etwa der Bitterorangenbaum, liefern sogar mehrere Öle:
- Fruchtschale = Orangenöl bitter
- Blätter u. Zweige = Petitgrain
- Blüten = Neroli
Die Gewinnung naturreiner ätherischer Öle aus verschiedenen Pflanzenteilen wird durch verschiedene Verfahren gewonnen. Wasserdampfdestillation, Auspressung oder Extraktion mit Lösungsmitteln. Sie sind empfindlich gegenüber Licht und Sauerstoff.
Achte beim Kauf deines ätherischen Öls auf die Bezeichnung «100% naturreines ätherisches Öl». Damit hast du ein Öl, das nicht nur nett duftet, sondern auch tatsächlich die erwünschte Wirkung hat.
Nach Anamnese und Auswahl der passenden ätherischen Öle und Trägersubstanzen gilt es nun, die geeignete Anwendungsform zu wählen. Dabei sollte man auch an die Beziehung zwischen Konzentration und Wirkung denken.
Ein Hydrolat ist das Produkt einer Wasser- oder Wasserdampfdestillation von Duft- oder Heilpflanzen, bei der das Destillationswasser nach Anreicherung mit flüchtigen und wasserlöslichen Molekülen und anschliessender Kondensation von den ätherischen Ölen getrennt und aufgefangen wird.
Hydrolate riechen oft ganz anders als die entsprechenden ätherischen Öle, da nur kleine Mengen des jeweiligen ätherischen Öles enthalten sind. Während des Prozesses der Destillation werden bestimmte Ester «aufgeknackt» (Hydrolyse). Ester – das sind (meist) blumig und fruchtig- süss duftende Inhaltstoffe – bestehen aus zwei unterschiedlichen Molekülanteilen: aus einem Teil Säure und einem Teil Alkohol. Die frei gewordene Säure ist ein Grund, warum der pH-Wert von Hydrolaten recht niedrig sein kann also im sauren Bereich liegt. Gleichzeitig entfällt der fruchtig-blumige Duft oder ist zumindest reduziert, somit riechen Hydrolate von esterhaltigen Pflanzen wie Lavendel, römische Kamille und Ylang Ylang oft enttäuschend «unblumig»
Die sanftere Aromatherapie und Aromapflege für ganz empfindliche Menschen.
Somit ergänzen Therapien mit Hydrolaten sowohl Aromatherapie als auch Aromapflege hervorragend, denn ätherische Öle enthalten die fettlöslichen Komponenten der Duft- und Heilpflanzen.
Hydrolate, fette Pflanzenöle und ätherische Öle werden in Zukunft den Dreiklang der neuen Aromatherapie und Aromapflege bilden.
Was unsere Vorfahren seit Jahrtausenden aus Erfahrung wussten, bestätigt heute die Forschung: Öle aus Früchten, Nüsse und Samen sind Multitalente – für die Ernährung unentbehrlich, als Heilmittel wertvoll, in der Kosmetik beliebt. Denn sie sind nicht nur nahrhaft, sondern unterstützen Körper und Haut in wichtigen Funktionen.
Öle und Fette sind Stoffwechselprodukte der Pflanze. Fast alle Pflanzen produzieren Öle, allerdings in sehr unterschiedlichen Konzentrationen. Besonders viel Öl enthalten Nüsse, Samen und Keimlinge.
Die Öle sind „Energiespeicher“ für die Pflanze und dessen Nachkommen. Sie ermöglichen dem Keimling einen guten Start ins neue Leben.
Was für die Pflanze gut ist, hilft dem Menschen ebenfalls.